Träume der Sprache für Dich !!



Ich schreibe Dir, weil ich Dir noch ein letztes Mal über meine Gefühle und Gedanken berichten möchte, die Verwirrungen in meinen Handlungen zu entwirren versuchen möchte.. Ich werde Dir nun Dinge von mir offenbaren,  wie ich es niemals vorher getan habe...

Du musst es nicht jetzt lesen, es wäre mir sogar lieber wenn Du dir dabei Zeit lassen würdest, denn es ist sehr wichtig für mich was ich hier schreibe...!

In den vergangenen Zeit ist vieles geschehen, wohl mehr schlechtes als Gutes, welches sich durch den Schmerz der sich all die Zeit gegen mich selbst richtete nach Außen manifestierte... Es tut mir leid um alles schlimme was ich Dir habe angetan, Du ahnst ja nicht wie sehr.. Ich wünsche mir von Herzen es ungeschehen machen zu können... vielleicht kann ich mit dem was ich Dir schreibe, etwas wieder richten und vielleicht auch das Blut, dass aus den Wunden meiner Seele rinnt zum Stillstand bewegen...

Mein Leben wie soll ich es beschreiben, reichen meine Worte überhaupt um es Dir zu beschreiben...? Vielleicht sollte ich mit dem kleinen Wörtchen "Unsicher" beginnen..

Seit dem ich denken kann durchströmt sie mich diese unheimliche Unsicherheit, die sich meines Verstandes und meiner Gefühle seit je her ermächtigt.. Vieles von dem was ich je tat, tat ich aus dem Zwang heraus diese Unsicherheit vor mir selbst und vor den Augen der anderen Menschen in meinem Leben zu verbergen. Ich habe so einiges an Erfindungsreichtum an den Tag gelegt und vieles von mir selbst in die Tiefen meines Ich’s verbannt.. Immer wenn ich früher vor dem Spiegel stand, habe ich mich nie als ganzen Menschen gesehen, irgendetwas schien nie vorhanden gewesen zu sein... irgendetwas fehlte mir...

Ich betrachte meine Persönlichkeit selbst als schattenhaft, als etwas das im Dunkeln halt an den Wänden des Waldes sucht.. Nicht darauf bedacht in sich selbst nach dem Halt dem es mir zu fehlen scheint zu suchen. Ich habe viele Dinge getan, um meine Unsicherheit zu verbergen und Stärke nach außen gestrahlt die ich nie besessen habe..

Auch heute noch scheint es mir, als würde ich mich immer noch vor mir selbst verstecken... Ich vergrabe mich in meine Welt, eine Welt aus reinem tiefen Schmerz, in der Melancholie mein Brot und Verzweiflung mein Wasser ist. Und der Schmerz raubt mir meine Kräfte,  mein Leben nach meinen wahren Wünschen zu gestalten, die Welt nach dem Menschen zu gestalten,  der ich in Wahrheit zu sein glaube... Ein Mensch der mit Hingabe und mit Liebe an den Dingen im Leben werkelt, der sich nicht durch den Schmerz und seine Sehnsucht nach Halt und Sicherheit im Leben beirren läßt, die er doch nur in sich selbst finden kann.

Jahrelang verschloß ich die Liebe, meine Leidenschaft und Fantasie tief in meinem Herzen um das ich eine Mauer aus Schmerz, Wut und Verzweiflung baute. Mit langen spitzen Speeren wehrte ich all das Gute das in mein Herz dringen wollte ab, aus Angst die Welt die ich mir vor Jahren schuf, nicht mit einem Schlag zu vernichten... Und somit erkennen müßte, dass ich mich Jahre lang selbst belog, den Schmerz in mir nährte,  um nicht aus mir selbst herauszutreten, um durch mein elendiges Selbstmitleid nach außen hin als leidiges Opfer derer die mich zu zerstören drohten vor mir selbst zu fliehen..
Ja eine Flucht vor mir selbst,  eine Flucht vor meinen Gefühlen,  so sollte ich mein Leben beschreiben, der Schmerz der sie alle in die Flucht schlug.. Aus diesem Schmerz wuchs Bitterkeit und Neid vor denen, die doch alles in meinen Augen hatten, all jenes was ich nie bekommen sollte... So dachte ich jedenfalls... Bis zu jenem Tage an dem ich Dich traf, an dem Tag an dem wir zusammenkamen..

Sicherlich war ich durch die vielen Schikanierungen,  die ich durch andere erfahren musste schon sehr geprägt, wohl schuf ich mir diese Welt auch aus solchen Gründen, aber es rechtfertigt nicht die Dinge die ich dir angetan und zugemutet habe..

Jedenfalls schien es an jenem und an den darauf folgenden Tagen unserer Zusammenkunft so, als ob ich endlich frei wäre. Frei von diesem Käfig, der mein Herz seit langer Zeit umschlossen und gefangen hielt. Ich war glücklich und ich war verliebt... Jedoch holte mich meine "alte" Welt schnell wieder ein und verdrängte deine Liebe, die Du mir bis zu jenem Tage an dem sie erlosch gegeben hattest aus, meinem Herzen..

Die Armee,  die zum Kampfe angetreten war, um deine Liebe und die meine zu bekämpfen, tobte unaufhörlich in einer Schlacht, die mich letztendlich zu Fall brachte und Dich mir hinfortriss... Zu spät kam jene Einsicht und Erkenntnis, die mich heute nun fast in den Wahnsinn treibt. Fing ich doch gerade an meine alte Welt für immer zu verlassen.. Und nun bist Du so weit von mir entfernt, weiter als ich jemals mit meinen kurzen Beinen laufen könnte... Meine Liebe wurde neu geboren, als ich den Sog in den ich immer tiefer gezogen wurde entkam und endlich erkannte was für ein Mensch ich all die Jahre war...

Du kannst Dir den Schmerz der daraus entstanden ist nicht durch Gedanken erahnen, wie sehr mich dieser nun durchbohrt, wie er mich von innen zu zerfressen scheint. Es ist unerträglich wenn man geläutert wurde und dann immer noch mit Argwohn betrachtet und behandelt wird, was ich hier niemanden vorwerfen kann und will! Ist es doch durchaus verständlich für mich. Habe ich auch nichts anderes verdient..

Was verleiht mir noch die Kraft täglich von neuem zu erwachen und meinen Tag bis in den späten Abend hin zu leben…..? ……..Durch Dich und die Erinnerung an das Schöne in unserer gemeinsamen Zeit, an das Gute in meinen wenigen Freunden, ohne die ich auch längst nicht mehr wär. An meinen Gedanken an meiner Liebe zur Nacht und den mystischen Gerüchen die sie versprüht, an ihrer Klarheit und Stille. All diese Dinge geben mir die Kraft und die Hoffnung, dass auch ich noch zu etwas gutem tauge und sie lassen mich für einen Augenblick, den Schmerz den ich seit langem ertrage, vergessen..

Wenn ich das Blattwerk eines Baumes im Winde tanzen sehe,  so beflügelt es meinen Geist und mahnt mich an das Gute in mir, an das vergessene Lachen meiner Seele. Es läßt mich träumen und mich die Welt um mich herum vergessen.  Und dann überkommt mich dieser unglaubliche Drang, meine Erfahrungen, Gedanken und Gefühle wie in diesem Moment zu "Papier" zu bringen.

Ich weiß nicht mit wie viel Bewusstsein ich lebe, aber es reicht um mich nicht vergessen zu lassen, dass es an mir liegt,  wer ich bin und was ich tue.

Deine Liebe, obgleich sie in Deinen Augen nicht viel bewegen konnte, hat mir viele und tragreiche Erkenntnisse über mich selbst überhaupt erst möglich gemacht und dafür möchte ich Dir aus tiefstem Herzen danken…!

Ich habe all dies hier nicht geschrieben und Dir offenbart in der Hoffnung, dass Du jetzt weinend zu mir zurückkehrst, meiner und Deiner Liebe eine erneute Chance gibst. Ich will nur, dass  Du mich und den Grund für meine Handlungen ein Stück weit besser nachvollziehen kannst. Lass meine Worte bitte nicht ganz an dir vorbei schreiten, gib ihnen ein Chance…um mich zu verstehen…

Ich wünsche Dir alles nur erdenklich Gute im Leben
und hoffe, so schwer es mir jetzt auch fallen mag dies zu schreiben, dass Du jemanden findest, den Du liebst und der Dich liebt
wie Du es Dir selbst immer erträumt hast.

 

By Jutta

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